Neue Zeche Westerholt

Ort: Herten-Westerholt | Auftraggeber: Stadt Herten, RAG | Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb | Planungszeitraum: 2015 | Planungsumfang: 29 ha | mit greenbox landschaftsarchitekten und Ökonom Dieter Blase

Das ehemals eingezäunte, abgeschottete, auf sich bezogene und der Öffentlichkeit unzugängliche Zechengelände wird geöffnet! Das an seine Stelle tretende „Kraftfeld Westerholt“ stellt neue Bezüge mit seiner Umgebung her und verknüpft sich mit dem Stadt- und Landschaftsraum und der Region.

Das Kraftfeld entsteht aus dem Thema der neuen Energie- und der Feldstruktur des Standortes. Das Areal erzeugt Kraftfelder aus Energie, Wasser, Gemeinschaft, Freizeit und Gewerbe als neue Impulse für den Stadtteil und für die Region.

Auf dem Standort werden zwei Dimensionen vereint. Zum einen wird die Fläche wieder in den Stadtteil integriert und lokal eingebunden. Das Kraftfeld wird zum Bürgerzentrum und Standort der lokalen Ökonomie (Handwerk, Ausbildung, Versorgung). Zum anderen kann der Stadtteil durch das Thema Energie für die Klima-Expo NRW und als Freizeitstandort (Wavegarden) regionale Bedeutsamkeit erfahren.

Das Kraftfeld Westerholt wird durch ein starkes städtebauliches Grundgerüst gebildet. Im Zentrum steht die Scholle, die auf dem historischen Raster der Zeche beruht und von Grünzügen eingefasst wird. Entlang der Egonstraße wird der Standort mit der bestehenden Gartenstadt verbunden und in den Bereich der Gartenstadt erweitert. Der zentrale Bereich des Kraftfeldes baut sich in mehereren Schichten auf. Entlang der Egonstraße besteht die „Neue Gartenstadt“. Die historischen Gebäude der Zeche werden mit dem Bürgerzentrum und den zentralen Funktionen zum öffentlichen Bereich des neuen Quartiers. Südlich schließt ein Gewerbeband an, das die Grenze zum Landschaftsraum bildet. Der östliche Bereich formuliert eine Erweiterung und Arrondierung des bestehenden Wohngebietes an der Grünstraße. Die Anknüpfung an der Bahnhofstraße bildet das Tor und den Eingang des Kraftfeldes.

Den westlichen Auftakt des Quartiers bildet der Wavegarden als prägender Freiraum. Die ergänzenden Funktionen des Wavegardens verbinden sich mit dem Bestand zu einem neuen Baufeld in der westlichen Erweiterung der Neuen Gartenstadt. Wasser und Energie sind die Leitmotive der städtebaulichen Struktur. Die verschiedenen Wasserelemente werden im Raster des Kraftfeldes sichtbar. Die Allee des Wandels ist das Rückgrat, das die verschiedenen Bereiche miteinander verbindet.