Perspektiven für Gerresheim Süd

Ort: Düsseldorf Gerresheim | Auftraggeber: Stadt Düsseldorf in Arge mit O-I GLASSPACK GmbH & Co. KG | Masterplanung | Planungszeitraum: seit 2008 | Planungsumfang: 31,5 ha | in ARGE mit Hannelore Kossel (Freiraum), Jochen Füge (Junior) | Werkstattverfahren, 1. Preis, 2008 

Über fast eineinhalb Jahrhunderte war der Gerresheimer Süden entscheidend durch die Glashütte geprägt. Sie bestimmte wesentlich die bauliche Entwicklung des Stadtteils und spielte als Ort der Arbeit eine wesentliche Rolle in der Alltagswelt. Mit dem Werkstattverfahren sollte die städtebauliche Chance gefunden werden, diesen bislang von der Umgebung abgeschirmten Stadtraum für die Allgemeinheit zurück zu gewinnen, ihn mit attraktiven Nutzungen zu versehen und erlebbar zu machen.
Das städtebauliche Konzept für den ehemaligen Standort der Glashütte im Gerresheimer Süden basiert dabei auf folgenden Leitgedanken und Zielen:

- Eine neue Marke über den Düssel-Park zu definieren!


- Die Verbindung zum Kontext funktional und räumlich zu stärken!


- Urbane Qualität und Freiraumqualität miteinander zu verbinden!

Die Umstrukturierung und Neudefinition des Standortes der ehemaligen Glashütte bietet die Chance, in Gerresheim ein neues Markenzeichen, den Düssel-Park,  zu schaffen und den bestehenden Kontext aufzuwerten.  Neue räumliche Verflechtungen und Nutzungsbausteine sollen zu Synergie-Effekten zwischen dem bestehenden  Stadtteil und dem wieder gewonnenen Standort führen. Das Konzept sieht eine Komplettierung des heute bereits bestehenden „Parkringes“ an der Düssel vor.  Mit dem neuen Düssel-Park wird der  übergeordnete Ring von Grünanlagen im Düsseldorfer Stadtgebiet ergänzt und damit eine wichtige Lücke in dem großräumigen Freiraumnetz von Düsseldorf geschlossen. Charakteristisch für das städtebauliche Konzept ist die Berücksichtigung vorhandener wichtiger Blickbeziehungen und Achsen. Durch die Weiterführung und Verlängerung der bestehenden Straßen und Wege wird das Areal nicht nur geöffnet, sondern auch mit der umliegenden Bebauung verbunden und verzahnt. Die Wegebeziehungen, die Renaturierung der Düssel sowie die Ansiedlung kultureller Angebote haben zum Ziel, das brach gefallene Gelände zu aktivieren, zu beleben und neue Landmarken zu schaffen. Zentrale Punkte, wie beispielsweise der Wasserturm, der Düssel-Park oder auch das Bahnhofsgebäude werden dabei als identitätsstiftende Elemente genutzt, um die Kontinuität des Ortes zu gewährleisten und zugleich den Ort lebendig zu gestalten.