Ökologische Stadtregion der Zukunft, Nordstad (L)
Ort: Diekirch/Ettelbrück/Erpeldange (LU) | Auftraggeber: Ministére de I‘Intèrieur et de I‘Amènagement du Territoire | Beauftragung: Städtebauliches Gutachterverfahren | Planung: 2006 | Planungsumfang: 550 ha | in ARGE mit Holweck Mergen & Associés Diekirch, Werkgemeinschaft Freiraum Nürnberg (Freiraum), BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Aachen (Verkehr), isr Institut für Stadt und Regionalmanagement
Die Nordstad – der geplante Zusammenschluss der Gemeinden Ettelbrück, Diekirch und Erpeldange – liegt 15 Fahrminuten von der Grenze zu Deutschland entfernt und ca. 30 Fahrminuten von der Grenze zu Belgien sowie von der Hauptstadt Luxemburg. Die heutige Verbindung der drei Gemeinden, vor allem die Verkehrssituation zwischen Diekirch und Ettelbrück, ist unbefriedigend und muss in der Funktion, der Gestaltung und Effizienz vollständig neu strukturiert werden.
Insgesamt wird das Ziel verfolgt, die Nordstad zur drittgrößten Stadt in Luxemburg zu entwickeln, zu einer besonderen Art von Stadt: eine Regionalstadt, die durch den Zusammenschluss von verschiedenen Städten und Gemeinden entsteht. Gleichzeitig behält jede dieser Gemeinden eine gewisse Autonomie.
Im Verhältnis zur Rolle der Stadt Luxemburg als Wirtschafts- und Handelszentrum, als Banken- und Kulturschwerpunkt sowie zu Belval als Bildungszentrum mit der neuen Universität muss sich die Nordstad eigenständig und deutlich wahrnehmbar positionieren.
Die regionale und städtebauliche Konzeption hat folgende Leitgedanken verfolgt:
- Die Nordstad braucht ein eigenes Profil, das sich von der Stadt Luxemburg und Esch unterscheidet.
- Das zukünftige Image der Nordstad muss mit diesen bereits vorhandenen regionalen Werten kompatibel sein und zugleich seine eigene Nische finden, die mit diesem Kontext verknüpft ist.
- Die Nordstad muss Mittelzentrum werden, auch für den benachbarten deutschen Grenzraum.
Die Nordstad muss die Bedürfnisse ihres Umlandes erfüllen.Das urbanistische Konzept zur Neuorganisation der zentralen Achse zwischen den Gemeinden Ettelbruck, Erpeldange und Diekirch setzt sich im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammen:
- Ein Landschaftsraum verknüpft die Stadtparks und den Goldknapp miteinander
- Der Flussraum von Alzette und Sauer bildet das landschaftliche Rückgrat
- Zwischen Ettelbrück und Diekirch wird ein urbanes Band aufgespannt.
Diese Leitgedanken verbinden sich zu einer neuen Komposition aus Gebautem, Landschaft und Wasser.






