“Offensive Zukunft Bayern“ Siedlung Hohlmühle Bayreuth
Ort: Bayreuth (D) | Auftraggeber: | Beauftragung: Rahmenplanung, Bauleitplanung, Hochbauplanung (siehe auch Architektur & Bauplanung) | Planungszeitraum: 1996-2000 | Planungsumfang: 80 ha | in ARGE mit wbp Landschaftsarchitekten Ingenieure Bochum | Städtebaulicher Wettbewerb, 1. Preis, 1996
1996 hat die Stadt Bayreuth für das Baugebiet „Hohlmühle“ einen städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb im Rahmen eines Modellprojekts des bayerischen Staatsministeriums des Inneren, „Neue Wege zu preiswertem, ökologischem und sozialem Wohnen in Bayern“ durchgeführt. Aufbauend auf dem Wettbewerbsergebnis wurde die städtebaulich und freiraumplanerische Konzeption in Form eines Rahmenplans und der Erstellung eines Bebauungsplans weiterentwickelt.
Der leichte Hangrücken stellt das Rückgrat der Siedlung dar und bestimmt die räumliche Trennung in einen Nord- Ost-Hang und einen Süd-West-Hang. Entlang der beiden Hangrücken entwickeln sich die beiden Quartiershälften, die durch unterschiedliche Baustrukturen gekennzeichnet sind und auf einem Dialog zwischen dem Gebauten und der Landschaft aufbauen. Die nordöstlich der Hohlmühlallee liegenden Siedlungsfelder sind in Obstwiesen eingebettet. Sie formulieren einen klaren Übergang zwischen Gebäude und Freiraum. Landschaftsintarsien als gemeinschaftlich nutzbare Inseln für die Quartiersgemeinschaften unterstützen den wechselseitigen Dialog. Die Ausrichtung der Siedlungsstruktur läuft gegen die Höhenlinien.
Demgegenüber folgt die bandartige Siedlungsstruktur den Höhenlinien und verzahnt sich linear mit der Grünstruktur. Ein dichtes Netz aus mit Hecken und Mauern umgibt die Gebäude. Es entsteht eine fließende Bewegung aus beiden Elementen. Wege mit kleinen Baumplätzen durchziehen diesen Bereich und verbinden, z.T. über Treppen und Rampen die unterschiedlichen Niveaus mit der Hohlmühlallee.
Beide Teile der Siedlung - jeweils mit unterschiedlichen Wohnformen besetzt - werden durch eine gemeinsame räumliche und funktionale Mitte sowie durch den Siedlungsanger miteinander verbunden.
Entsprechend der unterschiedlichen Baustrukturen sieht das Konzept ein differenziertes Angebot an Grundrisstypologien vor, die sich an der jeweiligen Gebäudeausrichtung orientieren.
Die kompakten ost-west-ausgerichteten Baufelder setzen sich aus schmalen Grundstücken zusammen, die sich für unterschiedliche Eigentumsformen eignen - für Mietwohnungsbau genauso wie für Reihenhäuser. Jede Wohnung erhält einen eigenen Garten und eine eigene Haustür.
Die Grundrisstypologie in der bandartigen Struktur orientiert sich an der Südausrichtung der Gebäude.
Die im Süden vorgesehenen Reihenhäuser nutzen als Split-Level-Typen den Geländeversprung aus und staffeln sich den Hang hinunter.
Siehe auch:
ARCHITEKTUR & BAUPLANUNG: Siedlungsmodell Hohlmühle in Bayreuth







